Schwarzwurzel vom Wurzelsepp

 

Die Namensgebung resultiert nicht nur aus der ähnlichen Form, sondern tatsächlich auch an der Geschmack gebenden Asparaginsäure, die sowohl im Spargel als auch in der Schwarzwurzel enthalten ist.

Im Mittelalter war die Schwarzwurzel wegen ihrer Schutz und Heilstoffe sogar Arznei bei Schlangenbissen und Pest. Im 17. Jahrhundert begann dann der Siegeszug des überaus bekömmlichen Wurzelgemüses. Zuletzt wurde sie wegen ihres Gehaltes an Inulin als Diätpflanze für Diabetiker angebaut, geriet aber wohl wegen des Aufwandes beim Schälen in Vergessenheit.

Vor allem der ökologische Anbau hat sich ihrer, als alte Kulturpflanze, wieder angenommen. Und so taucht sie jetzt 1 mal im Jahr auch in Eurer Kiste auf.

Schwarzwurzeln scheinen so robust zu sein, doch sind sie im Anbau sehr sensibel. Das fängt bei der Aussaat an, die sich wegen des tannennadelförmigen Saatgutes sehr kompliziert gestaltet. Und so fließt einiges an Schweiß, bis die Wurzeln dann ab Oktober aus dem sandigen Boden geerntet werden.

Wir kaufen die Wurzeln aus Bioland-Anbau von Josef Keil, auch Wurzelsepp genannt. Er hat sich 1992 für den ökologischen Anbau entschieden.
Bei ihm wachsen in mildem Weinklima als Hauptkulturen Spargel und Schwarzwurzeln auf Donauschwemmland. Die Böden sind zwar feinsandig, aber durch das Schwemmland üppig mit Mineralstoffen versorgt, was den guten Geschmack ausmacht.

Tipps zur Verarbeitung:

Beim Schälen zieht man sich am besten Gummihandschuhe an um sich vor dem klebrigen Milchsaft zu schützen. Alternativ können die Wurzeln mit dem Sparschäler unter fließendem Wasser geschält werden. Es gibt jedoch eine weitere Möglichkeit: Die Wurzeln waschen und etwa 5 Minuten in kochendes Wasser legen. Danach lässt sich die Schale wie trockene Rinde von einem Ast abschieben.